
Nachhaltigkeit kommunizieren – aber richtig: Das solltest Du jetzt wissen
Nachhaltigkeit ist längst ein Wettbewerbsfaktor im Tourismus. Gleichzeitig steigen die Anforderungen daran, wie Du darüber sprichst. Mit der neuen EU-Richtlinie „Empowering Consumers for the Green Transition“ (EmpCo) wird Nachhaltigkeitskommunikation ab September 2026 deutlich strenger geregelt.
Was das konkret für Dich bedeutet – und wie Du Dich jetzt vorbereiten kannst – haben wir Dir auf dieser Seite zusammengestellt.
Warum das Thema für Dich relevant ist
Viele Aussagen, die heute noch selbstverständlich wirken, werden künftig kritisch oder sogar unzulässig sein. Begriffe wie „klimaneutral“, „nachhaltig“ oder „umweltfreundlich“ dürfen nur noch verwendet werden, wenn sie klar belegt, konkret erläutert und verständlich eingeordnet sind.
Warum ist das so? Nachhaltigkeitsangaben gelten rechtlich als sogenannte „Umweltaussagen“ – und müssen künftig genau, überprüfbar und transparent sein.
Das betrifft nahezu alle Bereiche Euer Kommunikation:
- Website und Unternehmenskommunikation
- Angebote und Pitches
- Social Media und PR
- Kommunikation vor Ort bei Veranstaltungen
Wo aktuell die größten Risiken liegen
Die Praxis zeigt: Viele typische Formulierungen sind rechtlich angreifbar – oft ohne dass es bewusst ist.
Beispiele:
- Pauschale Aussagen wie „nachhaltige Events“
- Klimaneutralitäts-Claims ohne transparente Herleitung
- Kompensation als alleinige Lösung
- Einzelmaßnahmen, die als Gesamtleistung dargestellt werden
Künftig gilt: Allgemeine Aussagen ohne konkrete Belege sind nicht mehr zulässig!
Gute Nachhaltigkeitskommunikation wird konkreter – und ehrlicher
Worauf es ankommt:
- Konkrete Maßnahmen statt vager Aussagen
- Daten und Nachweise statt Marketingformulierungen
- Transparenz über das, was wirklich erreicht wird
- Klare Einordnung, worauf sich eine Aussage bezieht
Oder kurz gesagt:
Nicht „nachhaltig“ sagen – sondern zeigen, was genau nachhaltig ist und warum.
Auch wichtig:
Wenn Du mit Zertifikaten arbeitest, müssen diese auf unabhängigen, transparenten Systemen basieren – eigene Labels reichen nicht aus.
Webinar-Tipp: Fit für rechtssichere Nachhaltigkeitskommunikation
Wenn Du tiefer einsteigen willst, lohnt sich ein Blick in die EmpCo-Webinarreihe vom Deutschen Tourismusverband (DTV).
Im Fokus stehen unter anderem:
- die neuen gesetzlichen Anforderungen (EmpCo & UWG)
- typische Risiken in der Event- und Tourismuskommunikation
- konkrete Beispiele für zulässige und kritische Aussagen
- ein praxisnaher „Claim-Check“ für Deine Kommunikation
Besonders hilfreich: Du bekommst konkrete Formulierungsalternativen und lernst, wie Du Deine Kommunikation systematisch prüfen kannst.
Was Ihr jetzt konkret tun könnt
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um Deine Kommunikation zu überprüfen. Ein guter Start sind folgende Schritte:
- Prüfe Deine Website und Angebotsunterlagen
- hinterfrage bestehende Nachhaltigkeits-Claims
- sammle belastbare Daten und Nachweise
Fazit
Die Anforderungen steigen – aber darin liegt auch eine Chance:
Wer Nachhaltigkeit glaubwürdig, konkret und transparent kommuniziert, wird sich künftig klar vom Wettbewerb abheben.
Bei weiteren Fragen zur EmpCo meldet Euch gern bei uns.






