Was macht eigentlich... die Unternehmenskommunikation?

Wer wissen will, wie Themen der Hamburg Tourismus GmbH ihren Weg nach außen finden, landet schnell bei der Unternehmenskommunikation. Hier geht es nicht nur um Presseanfragen, Abstimmungen oder Formulierungen. Es geht darum, wie wir als HHT sichtbar werden, wie wir Themen einordnen und wie wir Menschen, Interessen und Perspektiven miteinander verbinden.

Dass diese Aufgabe weit über klassische Pressearbeit hinausgeht, merkt auch Melanie Willich, seit Kurzem neue Leitung Unternehmenskommunikation der HHT, vom ersten Tag an. Ihr Start sei geprägt gewesen von einem offenen Empfang, einem klar strukturierten Einstieg und einem Team, das ihr den Einstieg leicht gemacht habe. Oder, wie sie selbst sagt: „Das war vom ersten Moment an ein herzliches Willkommen von allen. Ein top organisiertes Onboarding. Danke an das ganze HHT-Team, ich freue mich, jetzt ein Teil davon zu sein.“

Kommunikation für eine ganze Stadt

Was genau macht die Arbeit in der Unternehmenskommunikation der HHT so besonders? Sie bewegt sich an der Schnittstelle von Stadt, Kultur, Wirtschaft, Politik, Medien und Tourismus. Themen müssen schnell eingeordnet, Botschaften geschärft und unterschiedliche Perspektiven zusammengedacht werden. Mal geht es um Sichtbarkeit, mal um sensible Abstimmung, oft um beides gleichzeitig.

Für Melanie liegt genau darin auch der besondere Reiz ihrer neuen Aufgabe: „Für eine touristische Destination sprechen zu dürfen, unterscheidet sich von klassischer Unternehmenskommunikation“, sagt sie. „Wir kommunizieren nicht nur eine Marke oder ein Angebot, sondern eine ganze Stadt mit ihrer Vielfalt an Einwohnenden und Gästen, Interessen und Bedürfnisse.“

Für sie ist dabei besonders spannend, dass Tourismus heute weit über die reine Gästegewinnung hinausgeht. „Lebensqualität, Akzeptanz des Tourismus‘ und die Attraktivität unserer Stadt spielen eine immer größere Rolle“, sagt sie. „Das macht meine Aufgabe anspruchsvoll, aber auch sehr reizvoll: wir erzählen nicht nur Geschichten über Hamburg, sondern tragen dazu bei, wie die Stadt wahrgenommen und erlebt wird.“

Mehr als Medienkontakt

Aktuelle Medieninformationen, Gesprächsformate wie „Horizonte“, Social Media und Influencer-Themen, Hamburg-Stories - auch das gehört zur Unternehmenskommunikation. Schon daran wird deutlich, wie breit das Aufgabenfeld ist. Es geht um Medienservice, Themenentwicklung, Storytelling und darum, für unterschiedliche Zielgruppen die passenden Formate zu finden.

Hinzu kommt die aktive Pflege von Kontakten zu Redaktionen, Behörden, Politik sowie Akteur:innen aus Kultur und Wirtschaft. Die Unternehmenskommunikation ist damit nicht nur Absenderin von Botschaften. Sie ist auch Übersetzerin zwischen internen Perspektiven und externen Erwartungen. Oder anders gesagt: Sie hilft dabei, aus komplexen Themen klare, belastbare und relevante Kommunikation zu machen.

Warum die Aufgabe so reizvoll ist

„Als ich im Dezember den Aufruf ,Traumjob zu vergeben‘ sah, habe ich mich sofort angesprochen gefühlt“, sagt sie. „Die vielfältigen Aufgaben, ein Job voller Verantwortung und Abwechslung, und das in meiner Heimatstadt, besser geht es nicht.“

Und genau diese Mischung prägt auch den Bereich. Die Leitung Unternehmenskommunikation arbeitet mit großem fachlichen Gestaltungsspielraum. Externe Dienstleister werden gesteuert, Budgets verantwortet und neue Formate mitentwickelt, von Podcasts über Presse- und Videoformate bis hin zu KI-gestützten Lösungen. 

 

Wirkung neu denken

Für Melanie Willich stehen Teamwork und Transparenz an erster Stelle. Kommunikation ist für sie immer Gemeinschaftsaufgabe. Und sie ist überzeugt, dass in der HHT unglaublich viel Spirit, Engagement und Ideen stecken: „Wir reisen zusammen, Teamwork und Transparenz stehen für mich an erster Stelle“, sagt sie.

Neue Anforderungen, gleicher Anspruch

Der Blick auf die vergangenen Jahre zeigt, wie sehr sich das Berufsfeld verändert hat. Neue Formate, Social Media, Bewegtbild und KI haben die Möglichkeiten der Unternehmenskommunikation stark erweitert. Für Melanie Willich hat sich der Anspruch dabei allerdings nicht verändert, sondern vor allem die Arbeitsmittel.

„Unternehmenskommunikation hat sich im Anspruch nicht verändert, nur die Tools sind andere“, sagt sie. „Das unterstützt unsere Arbeit enorm, setzt aber kanalübergreifende Zusammenarbeit voraus.“

Kommunikation, so ihr Verständnis, bleibt das A und O. Gleichzeitig arbeitet die HHT daran, eine einheitliche Tonalität über alle Kanäle hinweg zu stärken, um für eine hohe Wiedererkennbarkeit zu sorgen. Und an Input mangelt es in Hamburg nun wirklich nicht. „Aber welche andere Stadt als Hamburg kann so viel Input und Impressionen liefern?“, fragt Melanie Willich.

Zwischen Themen und Menschen

Gute Unternehmenskommunikation zeigt für sie nicht nur, was die HHT tut. Sie erklärt auch, warum es relevant ist, in die Richtung der Partner, Stakeholder und Hamburger:innen zu schauen. Gerade in Zeiten eines Paradigmenwechsels im Tourismus geht es nicht mehr allein um Reichweite. Entscheidend ist, ob Inhalte die richtigen Zielgruppen erreichen und dort Wirkung entfalten.

„So wie wir für den Tourismus die KPIs neu bewerten, geht es auch in der Kommunikation nicht mehr nur um Reichweite“, sagt Melanie Willich. „Wir differenzieren zwischen medienrelevanten News, die in Veröffentlichungen münden, und in zielgruppenrelevanten Nachrichten, die unsere Partner und Stakeholder erreichen.“

Die Unternehmenskommunikation der HHT erzählt Hamburg also nicht nur nach außen. Sie erklärt auch, was Projekte, Entwicklungen und Debatten für die Stadt und die Tourismusfamilie bedeuten. Sie schafft Orientierung, macht Engagement sichtbar und verbindet Menschen miteinander.

Oder, um es pointiert zu sagen: Hier werden nicht einfach Nachrichten verschickt. Hier wird daran mitgearbeitet, wie Hamburg als Tourismusstandort wahrgenommen und erlebt wird.

Melanie Willich

Leitung Unternehmenskommunikation

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